Auch 2009 alles beim Alten!
Frauen verdienen 23% weniger als Männer
Im Durchschnitt verdienten 2009 in Deutschland Frauen € 14,90 brutto pro Stunde und blieben damit 23% hinter den Männern mit € 19,40. Damit hat sich an dieser Ungleichheit in den letzten Jahren nichts Wesentliches geändert.
Die größte Kluft gab es 2006 bei:
- den unternehmensnahen Dienstleistungen (30% Unterschied)
- im Kredit- und Versicherungsgewerbe (29%) und
- im verarbeitenden Gewerbe (28%).
Geringere Verdienstabstände zwischen Frauen und Männer gab in Berufszweigen, in denen Frauen nur mit insgesamt 7% der Gesamtarbeitnehmer/innen vertreten sind:
- im Gastgewerbe (13%)
- in der Verkehr- und Nachrichtenübermittlung (9%) und
- im Bergbau (5%).
Der Unterschied im Verdienst zwischen Frauen und Männern nimmt mit steigendem Alter der Arbeitnehmer/innen fast linear zu. In allen (!) Branchen verdienten Männer durchschnittlich mehr als Frauen, obwohl keine Geschlechter-Unterschiede hinsichtlich der Qualifikationen bestehen. Die Gründe für die Verdienstunterschiede zum Nachteil der Frauen sind u.a.:
- Frauen sind seltener in Führungspositionen anzutreffen.
- Frauen sind häufiger in schlechter bezahlten Berufen zu finden.
- Die Teilzeitverdienste liegen – auf die Stunde bezogen – unter denen von Vollzeitbeschäftigten.
- Berufsunterbrechungen durch Kindererziehung schaden der Karriere.
Die aktuellen Daten sind dem Statistischen Bundesamt Wiesbaden 2010 entnommen.

